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Science Center, WolfsburgKompetenter Partner beim Bauvorhaben
Bericht vom: 23.09.2003
Für ein modernes, technisch orientiertes Unternehmen wie Stahlbau Queck in Düren ist es eine besondere Herausforderung und gleichzeitig auch Freude an der Verwirklichung eines Projektes wie dem Bau des Science Centers in Wolfsburg mitzuwirken.
Stahlbau Queck Düren liefert und montiert 780 Tonnen Stahlkonstruktion und stellt damit ein weiteres Mal seine Kompetenz im Bereich des architektonischen Stahlbaus unter Beweis. Den Auftrag erhielt das in Düren ansässige Unternehmen vom Generalunternehmer Neuland .
Nach seiner Fertigstellung wird das Science Center Wolfsburg, welches am Schnittpunkt der Wolfsburger Stadtachsen, zwischen ICE-Bahnhof, City und der Autostadt entsteht, als interaktives Museum der Wissenschaft dienen. Das von der renommierten Architektin Zaha Hadid entworfene Bauwerk ist weder ein Geschossbau noch eine Großhalle, sondern stellt den Versuch dar, die Trennung von Raum- und Erschließungssystemen aufzuheben.
Das Bauprojekt Science Center Wolfsburg, vereint modernste Architektur mit neu entwickelten Baustoffen sowie Stahlbau auf höchstem Niveau.
Das Leistungspaket Stahlbau beinhaltet neben Stahlunterkonstruktionen für Metallfassaden, Fertigteilbetonfassaden, Stützen für vorgehängte Glasfassaden ein durch das Phaeno Museum laufende Verbindungsbrücke und ein Dach, das aus Walzprofilen zu einem Stahl-Raumfachwerk ausgebildet wird. Die Gesamthöhe beträgt 20 m, teilweise mit Höhenversprüngen und geneigten Flächen mit einer Länge von 136,4 m und einer Breite von 89,5 m.
Die Besonderheit des Stahldachtragwerks, das eine Gesamttonnage von ca. 580 to aufweist, sind die sich kreuzenden Fachwerkträger, die nicht wie üblich in einem gleichmäßigen Raster angeordnet sind, sondern fächerförmig von Süd nach Nord und von West nach Ost verlaufen. Zur horizontalen Stützung wurden 4 Festlager auf den Kegeln 1, 5, und 7 angeordnet. Am Rande des Gebäudes ist die Stahlkonstruktion auf vertikalen Stützen entlang der Nord-, Ost- und teilweise Südseite gelagert. Im übrigen Bereich der Südseite ist das Dach auf einem vertikal stehenden Stahlfachwerk aus schrägen Stützen gelagert.
Die gesamte Konstruktion wird verschweißt und erst wenn die Stahlstützen sowie das Fachwerk und alle Lager vollständig eingebaut und an die Dachkonstruktion angeschlossen sind, können die Hilfsstützen entfernt werden, die zur Montage des Daches benötigt werden.
Nicht nur konstruktiv, sondern auch im Hinblick auf Montage und Fertigung werden höchste Ansprüche gestellt. Ca 9000 Fachwerkstäbe mit unterschiedlichen Abmes-sung beinhaltet das Dachtragwerk, wobei die Hälfte der Stäbe bereits im Werk zu Fachwerkscheiben verarbeitet werden, mit max. Längen von 21,5 m.
Die noch verbleibenden 4500 Stäbe werden auf der Baustelle eingebaut. Jeder Stab kommt nur einmal vor und bei der Vorstellung das ca. 4500 Einzelstäbe Vorort, in luftiger Höhe an ca. 3000 Knotenpunkten in einem Montagezeitraum von 3 Monaten verschweißt werden müssen, wird eine präzise Planung des Zusammenspiels von Fertigung, Transport und Montage bis ins kleinste Detail vorausgesetzt.